Vom Projekt zur Plattform: Warum ich einen Kurs über KI im Projektmanagement baue

Jun 8 / Philip Müller

Wer lange genug in Projekten arbeitet, sammelt Momente, die hängen bleiben. Nicht weil etwas dramatisch gescheitert ist. Sondern weil man plötzlich eine Lücke sieht, die man vorher nicht wahrgenommen hat.

Mir ist das mehrfach passiert, wenn ich beobachtet habe, wie Teams KI einführen. Die Ausgangslage ist meist ähnlich: gute Absichten, ein modernes Werkzeugset, ein motiviertes Team. Und trotzdem stockt es.

Was mich dabei am stärksten beschäftigt hat, war nicht das Technische. Wenn einzelne Personen KI-Werkzeuge aktiv nutzen und der Rest abwartet, entsteht kein Effizienzgewinn, sondern ein neues Koordinationsproblem.

Was mich nicht losließ: Es fehlte ein passendes Lernformat für genau diese Situation. Viele Ressourcen erklären KI-Konzepte. Wenige zeigen, wie KI in echten Projekten funktioniert – mit echten Stakeholdern, echten Fristen und echtem Entscheidungsdruck. Doch kaum jemand spricht darüber, was passiert, wenn KI in der Praxis nicht wie erwartet funktioniert.


Vom eigenen Bedarf zur Kursidee 

Das war der Ausgangspunkt: Ich habe beschlossen, den Kurs „KI in Projekten“ zu entwickeln. Ein praxisnaher Kurs, der die Fragen beantwortet, die ich selbst in diesen Situationen hatte.

Der Kurs zeigt, wie KI in Projekten so eingesetzt wird, dass das gesamte Team davon profitiert, auch ohne technische Vorkenntnisse. Er zeigt, wie der Übergang von „Wir nutzen KI jetzt“ zu „KI ist Teil unserer Arbeitsweise“ gelingt. Und er zeigt, wann der KI-Einsatz sich wirklich lohnt, und wann nicht.

Was den Kurs von anderen unterscheidet: Die Inhalte kommen aus gelebter Projektpraxis, nicht aus Studien oder Fachbüchern. Jedes Modul ist auf eine konkrete Situation ausgelegt, die Projektverantwortliche kennen.

KI als Denkwerkzeug beim Kursaufbau

Ich baue diesen Kurs gerade. Dabei nutze ich KI intensiver als je zuvor in meiner Arbeit, nicht als Texter, sondern als strukturiertes Denkwerkzeug.
Claude von Anthropic hat sich dabei bewährt. Was es konkret leistet:
  • Kursstrukturen iterativ entwickeln und auf Logik prüfen
  • Praxisszenarien aus realen Projektsituationen herausarbeiten
  • Lernziele auf didaktische Qualität prüfen
  • Inhalte auf Konsistenz und Tiefe überprüfen
  • Formulierungsansätze für projektmanagementspezifische Anwendungsfälle erarbeiten
Das Besondere dabei: Claude strukturiert. Und stellt Gegenfragen. „Für welches Vorwissen schreibst du das?“ oder „Welches konkrete Problem soll die lernende Person danach lösen können?“

Das zwingt zu größerer Klarheit. Und Klarheit vor Aktivität ist eines der wichtigsten Prinzipien, die ich aus jahrelanger Projektarbeit mitgenommen habe.

Was KI wirklich ins Projektmanagement bringt

Ich lebe gerade das Thema, über das ich schreibe. Was ich dabei gelernt habe: KI beschleunigt Denkarbeit, ersetzt sie aber nicht.

Claude hilft mir, schneller zu durchdachten Kursstrukturen zu kommen, Inhalte aus verschiedenen Perspektiven zu prüfen und Lernziele zu schärfen. Die inhaltliche Entscheidung, was der Kurs wirklich lehren soll und welche Praxislücken er schließt, liegt bei mir.

Genauso verhält es sich im Projektmanagement. KI kann Risikoanalysen unterstützen, Berichte beschleunigen und Kommunikation vereinfachen. Sie ersetzt nicht das Gespräch mit dem Stakeholder, das Gespür für Teamdynamiken oder das Urteilsvermögen in der entscheidenden Projektsituation.

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Ein Kurs entsteht, ich lerne mit

Was mich an dieser Phase am meisten fasziniert: Ich baue einen Kurs über KI im Projektmanagement und nutze dabei KI intensiver als je zuvor. Das ist Konsequenz.

Der Kurs wird zeigen, wie Projektverantwortliche KI-Werkzeuge gezielt einsetzen. Nicht weil es gerade im Trend liegt, sondern weil es Zeit freisetzt für fundierte Entscheidungen und wirksame Ergebnisse.

Der Kurs ist noch nicht fertig. Das Projekt läuft. Ich werde weiter berichten.

Du arbeitest selbst in KI-Projekten oder stehst vor ähnlichen Fragen?

Dann freue ich mich auf den Austausch. Ich schreibe regelmäßig aus der echten Projektpraxis über KI, Agilität und Leadership, sachlich und mit klaren Erkenntnissen.

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Agiles Projektmanagement meistern

Philip Müller

Trainer, Consultant & Business Coach
About me
Philip Müller ist Founder & CEO von Agile Forge, PRINCE2-Trainer, AgilePM-Coach und zertifiziert in ITIL5 sowie Gen AI für Projektmanager (PMI). Mit über 10 Jahren Erfahrung in IT- und Business-Consulting begleitet er Teams und Führungskräfte dabei, Agilität und KI wirklich anzuwenden — nicht nur zu kennen.
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